High Heel Feminist, Wellington Rebel, Mary Jane Chuzpenik

The mask you live in

The mask you live in
  • Genre: Doku
  • Dauer: 1:32h
  • Regie:  Jennifer Siebel Newsom
  • Erscheinungsjahr: 2015

Als  Jennifer Siebel Newsom schwanger war und klar wurde, dass es sich bei ihrem Kind um einen Jungen handelt, wünschte sie sich, dass ihr Sohn frei aufwachsen kann, ohne ständig seine Männlichkeit beweisen zu müssen und sein kann, wie er ist. Darin fand sie ihre Inspiration und Antrieb für diesen Film. Realisiert wurde die Dokumentation durch einen Kickstarter.

Sei ein Mann!

Ein Satz, den schon jeder Mann einmal gehört hat. Eine alltägliche Aussage.

Die Kenntnis, welches Geschlecht das ungeborene haben wird, beeinflusst die Eltern und ihren Umgang und Erwartungen an das Kind, schon vor dem ersten Atemzug. Mädchen und Jungen werden unterschiedlich behandelt.und gesehen. Absichtlich oder unabsichtlich.

Der Film lässt verschiedene Menschen zu Wort kommen.
Männer verschiedener Altersklassen, sozialen Schichten und Ethnien berichten über ihre Erlebnisse auf dem Weg zum „Mann sein“. 
Ergänzt werden diese Berichte von Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen, wie Psychologen, Mediziner, Neurologen aber auch Fachkräften aus der Pädagogik, Sozialarbeit und Lehrer.

Was „Männlich sein“ wirklich bedeutet? Gute Frage. Eine Antwort gibt auch dieser Film darauf nicht. Vielmehr beschäftigt er sich mit der Frage, was dieses Konstrukt, das Männlichkeit genannt wird, ist und wie es sich auf Menschen jeden Alters auswirkt. Das schafft dieser Film meiner Meinung nach sehr eindrücklich, indem er erzählen lässt und zuhört.

Unsere Gesellschaft hat sich eine Vorstellung von Männlichkeit  konstruiert, die es Jungen und Männern verwehrt, sich ihrer Männlichkeit sicher zu fühlen. Männlichkeit ist unter anderem die Ablehnung und Negierung all dessen, was irgendwie als weiblich wahrgenommen werden kann. Eigentlich keine Wunder in einer Kultur, die alles, was sie als weiblich ansieht, nicht besonders schätzt.

Zuhören

Ich habe den Film sehr gerne gesehen obwohl er sehr traurige Teile hat. Die Geschichten der Jungen, die noch einen langen Weg vor sich haben und die Geschichten der älteren Männer, die eine lange Geschichte hinter sich haben, waren spannend und bedrückend gleichzeitig. Vieles war bedrückend. Alles war sehenswert.

Wir haben den Film ein paar mal unterbrochen um uns zu unterhalten. wir haben das gebraucht. Die Unterhaltungen dazu taten gut und waren interessant. Es sind nicht „die“ es sind „wir“.

Die offizielle Facebook Seite wird laufen aktualisiert und ist einen Besuch wert.
Auf der offiziellen Seite finden sich noch Trailer, Filmausschnitte und Hinweise auf andere Kampagnen.