High Heel Feminist, Wellington Rebel, Mary Jane Chuzpenik

Heute Abend…

Heute Abend…

…vor achtzig Jahren wurde das Eröffnungsspektakel zu etwas inszeniert, das wir heute als einmaliges Verbrechen bezeichnen.
Ich schreibe deshalb von einer Inszenierung, weil es zwar leicht verdaulich ist zu glauben, dass sich in dieser Nacht „spontan“ der „Volkszorn“ entladen hat, aber es ist auch einfach falsch. 

Das wichtige an einem „einmalig schrecklichen Verbrechen“ ist, dass es unbedingt und unter allen Umständen einzigartig und einmalig bleiben muss. Ein Fehler, der so gewaltig ist, dass jedem von uns klar ist, wozu Menschen in der Lage sein können und den wir keinensfalls wieder zulassen dürfen.

In vielen Städten finden Gedenk- und Trauerfeiern statt. Das ist eine wichtige, traurige, schöne und so einfache Möglichkeit solidarisch mit den Opfern von damals zu sein und Widerstand gegen all jene, die nicht an die Gleichwertigkeit aller Menschen glauben.


Dieses Jahr fällt die Nacht vom 9. auf den 10. November auf den Shabbat, einige Veranstaltungen finden daher erst am Sonntag statt.